Schir haSchirim 5:1
בָּ֣אתִי לְגַנִּי֮ אֲחֹתִ֣י כַלָּה֒ אָרִ֤יתִי מוֹרִי֙ עִם־בְּשָׂמִ֔י אָכַ֤לְתִּי יַעְרִי֙ עִם־דִּבְשִׁ֔י שָׁתִ֥יתִי יֵינִ֖י עִם־חֲלָבִ֑י אִכְל֣וּ רֵעִ֔ים שְׁת֥וּ וְשִׁכְר֖וּ דּוֹדִֽים׃ (ס)
Ich komme in meinen Garten, meine Schwester, o Braut! ich pflücke meine Myrrhe mit meinem Würze, esse meine Scheibe mit meinem Honig und trinke meinen Wein mit meiner Milch. Esset, Genossen, trinket und berauschet euch, meine Freunde! —
אֲנִ֥י יְשֵׁנָ֖ה וְלִבִּ֣י עֵ֑ר ק֣וֹל ׀ דּוֹדִ֣י דוֹפֵ֗ק פִּתְחִי־לִ֞י אֲחֹתִ֤י רַעְיָתִי֙ יוֹנָתִ֣י תַמָּתִ֔י שֶׁרֹּאשִׁי֙ נִמְלָא־טָ֔ל קְוֻּצּוֹתַ֖י רְסִ֥יסֵי לָֽיְלָה׃
Ich schlief, aber mein Herz wachte. Da horch! die Stimme meines Geliebten, er klopft: Tue mir auf, meine Schwester meine Geliebte, meine Taube, meine Holde Denn mein Haupt ist voll von Tau, meine Locken voll nächtlicher Tropfen. —
פָּשַׁ֙טְתִּי֙ אֶת־כֻּתָּנְתִּ֔י אֵיכָ֖כָה אֶלְבָּשֶׁ֑נָּה רָחַ֥צְתִּי אֶת־רַגְלַ֖י אֵיכָ֥כָה אֲטַנְּפֵֽם׃
Ich habe mein Gewand ausgezogen — wie soll ich es anziehen? meine Füße gebadet — wie sie besudeln?
דּוֹדִ֗י שָׁלַ֤ח יָדוֹ֙ מִן־הַחֹ֔ר וּמֵעַ֖י הָמ֥וּ עָלָֽיו׃
Da langte mein Geliebter mit der Hand durch die Öffnung, und meine Liebe wurde rege für ihn.
קַ֥מְתִּֽי אֲנִ֖י לִפְתֹּ֣חַ לְדוֹדִ֑י וְיָדַ֣י נָֽטְפוּ־מ֗וֹר וְאֶצְבְּעֹתַי֙ מ֣וֹר עֹבֵ֔ר עַ֖ל כַּפּ֥וֹת הַמַּנְעֽוּל׃
Ich stand auf, meinem Geliebten aufzumachen; meine Hände troffen von Myrrhe und meine Finger von fließender Myrrhe auf dem Griffe des Riegels.
פָּתַ֤חְתִּֽי אֲנִי֙ לְדוֹדִ֔י וְדוֹדִ֖י חָמַ֣ק עָבָ֑ר נַפְשִׁי֙ יָֽצְאָ֣ה בְדַבְּר֔וֹ בִּקַּשְׁתִּ֙יהוּ֙ וְלֹ֣א מְצָאתִ֔יהוּ קְרָאתִ֖יו וְלֹ֥א עָנָֽנִי׃
Ich that meinem Geliebten auf; doch mein Geliebter war verschwunden, fort. Fast verging ich, da er sprach. Ich suchte ihn und fand ihn nicht, ich rief ihn, und er gab keine Antwort.
מְצָאֻ֧נִי הַשֹּׁמְרִ֛ים הַסֹּבְבִ֥ים בָּעִ֖יר הִכּ֣וּנִי פְצָע֑וּנִי נָשְׂא֤וּ אֶת־רְדִידִי֙ מֵֽעָלַ֔י שֹׁמְרֵ֖י הַחֹמֽוֹת׃
Mich trafen die Wächter, die in der Stadt herumgehen; sie schlugen mich und verwundeten mich, sie nahmen mir meinen Schleier ab, die Wächter der Mauern.
הִשְׁבַּ֥עְתִּי אֶתְכֶ֖ם בְּנ֣וֹת יְרוּשָׁלִָ֑ם אִֽם־תִּמְצְאוּ֙ אֶת־דּוֹדִ֔י מַה־תַּגִּ֣ידוּ ל֔וֹ שֶׁחוֹלַ֥ת אַהֲבָ֖ה אָֽנִי׃
Ich beschwöre euch, o Töchter Jerusalems, wenn ihr meinen Geliebten findet, was werdet ihr ihm sagen? — Daß ich liebeskrank bin! —
מַה־דּוֹדֵ֣ךְ מִדּ֔וֹד הַיָּפָ֖ה בַּנָּשִׁ֑ים מַה־דּוֹדֵ֣ךְ מִדּ֔וֹד שֶׁכָּ֖כָה הִשְׁבַּעְתָּֽנוּ׃
Wie sieht dein Geliebter aus unter den anderen Jünglingen, du Schönste der Frauen? Was ist dein Geliebter unter andern Jünglingen, dass du uns also beschworen? —
דּוֹדִ֥י צַח֙ וְאָד֔וֹם דָּג֖וּל מֵרְבָבָֽה׃
Mein Geliebter ist weiß und rotwangig, der Angesehenste unter Myriaden.
רֹאשׁ֖וֹ כֶּ֣תֶם פָּ֑ז קְוּצּוֹתָיו֙ תַּלְתַּלִּ֔ים שְׁחֹר֖וֹת כָּעוֹרֵֽב׃
Sein Haupt ist wie feinstes Gold, seine Locken herabrollend, rabenschwarz.
עֵינָ֕יו כְּיוֹנִ֖ים עַל־אֲפִ֣יקֵי מָ֑יִם רֹֽחֲצוֹת֙ בֶּֽחָלָ֔ב יֹשְׁב֖וֹת עַל־מִלֵּֽאת׃
Seine Augen wie Tauben an Wasser quellen, in Milch sich badend in ihre Fassung passend.
לְחָיָו֙ כַּעֲרוּגַ֣ת הַבֹּ֔שֶׂם מִגְדְּל֖וֹת מֶרְקָחִ֑ים שִׂפְתוֹתָיו֙ שֽׁוֹשַׁנִּ֔ים נֹטְפ֖וֹת מ֥וֹר עֹבֵֽר׃
Seine Wangen wie ein würziges Beet, wie Türme von Wohlgerüchen, seine Lippen wie Rosen, wie fließende Myrrhe traufelnd.
יָדָיו֙ גְּלִילֵ֣י זָהָ֔ב מְמֻלָּאִ֖ים בַּתַּרְשִׁ֑ישׁ מֵעָיו֙ עֶ֣שֶׁת שֵׁ֔ן מְעֻלֶּ֖פֶת סַפִּירִֽים׃
Seine Hände wie goldene Ringe mit Chrisolith besetzt, sein Leib ein Schaft von Elfenbein, umhüllt von Saphiren,
שׁוֹקָיו֙ עַמּ֣וּדֵי שֵׁ֔שׁ מְיֻסָּדִ֖ים עַל־אַדְנֵי־פָ֑ז מַרְאֵ֙הוּ֙ כַּלְּבָנ֔וֹן בָּח֖וּר כָּאֲרָזִֽים׃
Seine Schenkel wie Marmorsäulen, gegründet auf goldenem Fußgestell, seine Gestalt wie des Libanon [Baum], ein Jüngling, Zedern gleich.
חִכּוֹ֙ מַֽמְתַקִּ֔ים וְכֻלּ֖וֹ מַחֲּמַדִּ֑ים זֶ֤ה דוֹדִי֙ וְזֶ֣ה רֵעִ֔י בְּנ֖וֹת יְרוּשָׁלִָֽם׃
Seinem Gaumen entfließen süße Reden, alles an ihm ist Anmut. Das ist mein Geliebter, das ist mein Geliebter, o ihr Töchter Jernsalems!